Autofahren im Sommer – vermeiden Sie diese Gefahren!

Auch in diesem Sommer erreichen die Temperaturen sicherlich wieder neue Hitzerekorde und besonders, wer mit dem Auto in den Sommerurlaub fährt, sollte so einige Themen auf dem (Sonnen-)Schirm haben.

Was es im Sommer rund ums Auto zu beachten gilt und welche Risiken Sie kennen sollten, erfahren Sie in unserem Ratgeber!

Mann der sein Kind im Kindersitz anschnallt.

In aller Kürze

  • Keine Tiere und Kinder im Auto lassen: Bei sommerlichen Temperaturen kann der Innenraum eines Autos schnell auf lebensgefährliche Temperaturen ansteigen.
  • Motor im Stau abstellen: Das Laufenlassen des Motors im Stau kann die Batterie entleeren, vor allem bei starker Nutzung der Klimaanlage.
  • Achtung bei Straßenschäden (Blow-ups): Extreme Hitze kann Straßenschäden verursachen, die gefährlich für Fahrer sind.

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Diese Tipps sollten Sie im Sommer beachten

1. Keine Tiere, Kinder oder hilfsbedürftige Menschen allein im Auto lassen

Wie stark sich der Innenraum eines Autos im Sommer aufheizen kann, wird noch immer häufig unterschätzt. Viele denken, sie gehen nur mal eben schnell zum Einkaufen oder holen das ältere Kind kurz von der Kita ab und schätzen dabei die Situation als viel zu harmlos ein.

Aber Achtung: Die Innentemperaturen des Autos können schnell in lebensbedrohliche Bedingungen umschlagen. Deshalb dürfen Personen und Tiere, die sich nicht selbst aus dem überhitzten Auto befreien können, nicht dort allein gelassen werden. Trotz aller Warnungen kommt es jedoch immer wieder zu verheerenden Szenarien, in denen Autos zur gefährlichen Hitzefalle werden.

Ein Hund schaut aus dem Fenster eines Autos.

Schon gewusst?

Bereits bei 20 Grad Außentemperatur heizt sich die Innentemperatur Ihres Autos innerhalb von 30 Minuten auf 36 Grad auf. Nach einer Stunde sind es bereits 46 Grad. Und wenn man dann mit sommerlichen Außentemperaturen von 30 Grad rechnet, wie es oft der Fall ist, hat das Auto nach 30 Minuten bereits eine Innentemperatur von 46 Grad und kann nach 60 Minuten sogar die 60-Grad-Marke übersteigen.

2. Im Stau den Motor abstellen

Sie stehen in der glühenden Sommersonne im Stau, nichts bewegt sich und im Auto wird es immer heißer und heißer. Der Impuls, die Klimaanlage voll aufzudrehen, um die Situation erträglicher zu machen, ist absolut nachvollziehbar, birgt aber gleichzeitig das Risiko, ein noch größeres Problem herbeizuführen. Denn die Klimaanlage hat einen hohen Stromverbrauch und kann, wenn man nicht darauf achtet, die gesamte Autobatterie leerziehen. Dadurch stehen Sie letztendlich nicht nur im Stau, sondern verursachen möglicherweise direkt den nächsten, weil Ihr Auto nicht mehr anspringt und abgeschleppt werden muss.

Nahaufnahme eines Heizreglers in einem Auto.

3. Vorsichtige Fahrweise bei Blow-ups auf der Straße

Hinter dem Begriff „Blow-ups“ verbergen sich Straßenschäden, die entstehen, wenn sich die Fahrbahnoberfläche bei extremer Hitze wölbt und aufplatzt. Das kann schnell und unvorhergesehen passieren. Betroffen sind hiervon zumeist ältere oder oft reparierte Streckenabschnitte aus Beton. Daher ist es ratsam, auf solchen Strecken besonders aufmerksam und vorsichtig zu fahren und einen größeren Abstand zu den Vorausfahrenden zu halten.

Gut zu wissen!

Durch Blow-ups entstandene Schäden am eigenen Auto bzw. Motorrad oder gar Unfälle sind nur bei einer Vollkaskoversicherung abgedeckt. Die Schäden an fremden Fahrzeugen übernimmt hingegen die Kfz-Haftpflichtversicherung .

4. Keine explosionsfähigen Gegenstände im Auto zurücklassen

Leicht entflammbare Gase oder Flüssigkeiten sollten im Sommer niemals im Auto gelassen werden. Deosprays, Desinfektionsmittel oder Reinigungsprodukte für die Autowäsche können ab 50 Grad – die bei 28 Grad Außentemperatur schon nach einer Stunde im Auto herrschen können – eine Explosion verursachen. Dasselbe gilt für elektronische Geräte wie Akkus, Handys, Powerbanks oder E-Book-Reader, die bei direkter Sonneneinstrahlung nach einiger Zeit ebenfalls explodieren können.

5. Nicht bis zum Anschlag volltanken

Es ist ratsam, im Sommer nicht bis zum letzten Tropfen vollzutanken. Bei heißen Temperaturen dehnen sich Flüssigkeiten nämlich aus, was dazu führen kann, dass der Tankdeckel überläuft. Der dann verdampfende Sprit ist leicht entzündlich und im schlimmsten Fall könnte Ihr Fahrzeug in Brand geraten. Also: Tanken Sie im Sommer lieber etwas weniger pro Füllung und verzichten Sie auf den letzten Tropfen, der das Fass buchstäblich zum Überlaufen bringen könnte.

Frau betankt ihr Auto.

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Mit diesem Know-how und dem richtigen Maß an Vorsicht können Sie nun alle Risiken kompetent umfahren und den Sommer in vollen Zügen genießen!

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Dieser Text wurde in Zusammenarbeit mit unserem WGV-Experten für Kfz-Versicherungen erstellt und am 28.05.2026 zuletzt geprüft.

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Frank Folkert verantwortet als Abteilungsdirektor die Kfz-Schadenabteilung der WGV. Sein fachlicher Schwerpunkt liegt auf Kraftfahrtschäden, Schadenregulierung und Kfz-Versicherung. Durch seine jahrzehntelange Erfahrung im Kfz-Bereich verbindet er fundiertes Versicherungswissen mit einem klaren Blick für die Praxis der Schadenbearbeitung.

Nach seiner Ausbildung bei der WGV war Frank Folkert bereits im Kfz-Bereich tätig. Es folgte ein Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Fachhochschule Nürtingen, in dem er sich auch in seiner Diplomarbeit mit einem Kfz-bezogenen Thema auseinandersetzte. Nach einer weiteren Station bei einer anderen Versicherung kehrte er 2001 zur WGV zurück. Seitdem ist er durchgehend im Bereich Kfz-Schaden tätig.

Rolle im Content-Team: Frank Folkert ist verantwortlich für die fachliche Prüfung von Inhalten zu Kfz-Versicherung, Kfz-Schäden und Schadenregulierung.

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Hinweis: Keine individuelle Versicherungsberatung.
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