Die zehn häufigsten Fallen beim Autokauf

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Vor dem Kauf eines neuen Autos gehen einem häufig unzählige Fragen durch den Kopf. Vor allem, wenn es um einen Gebrauchtwagen geht. Wenn Sie also Angebot für Angebot studieren, sich aber trotzdem nicht sicher sind, welches Angebot nun das richtige ist, haben wir eine Lösung für Sie. Oder besser gesagt: eine Anleitung, wie Sie die zehn häufigsten Fallen beim Gebrauchtwagenkauf sofort erkennen können. Und los geht die wilde Fahrt!

1. Gehen Sie zu zweit zur Autobesichtigung

Bevor Sie einen Termin zur Autobesichtigung ausmachen, sollten Sie klären, ob Sie jemand aus Ihrem Freundes- oder Bekanntenkreis zum besagten Termin begleiten könnte. Vermeiden Sie es, sich ein Auto allein anzuschauen, denn vier Augen und Ohren nehmen generell mehr wahr als zwei. Vielleicht kennen Sie sogar jemanden, der bereits Erfahrung in diesem Bereich hat und einen Blick auf Verkäufer und Fahrzeug werfen kann.

2. Wählen Sie den richtigen Besichtigungsort

Genauso wichtig wie die Begleitung ist auch der Ort, an dem Sie das Auto besichtigen. Schlägt der Verkäufer beispielsweise vor, sich in einer Tiefgarage zu treffen, sollten Sie skeptisch werden. In dunklen und schlecht ausgeleuchteten Räumen fallen Lackschäden weniger auf und technische Mängel können leichter kaschiert werden. Schauen Sie sich das Fahrzeug daher immer draußen bei Tageslicht an.

3. Bereiten Sie sich auf den Termin vor

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Informieren Sie sich im Vorfeld über das Modell und die Marke Ihres Wunschautos. Sind Sie ausreichend informiert und vorbereitet, lässt sich das Angebot vor Ort besser bewerten. In Autoforen können Sie sich zudem im Vorhinein informieren, welche Probleme bei Ihrem Automodell häufig auftreten, und dies dann vor Ort überprüfen.

4. Machen Sie eine Probefahrt

Fragen Sie immer nach einer Probefahrt. Einerseits lässt sich dadurch feststellen, ob sich das Auto gut für Sie anfühlt und zu Ihrer Fahrweise passt. Andererseits können Sie während einer Probefahrt mögliche technische Unstimmigkeiten ausfindig machen. Zu überprüfen sind stets die folgenden Dinge:

  • Funktioniert die Automatik sauber und lässt sie sich ruckfrei schalten?
  • Vernehmen Sie Windgeräusche während des Fahrens?
  • Funktionieren das ABS und die Klimaanlage?
  • Leuchten Kontrolllampen auf?

Für eine aussagekräftige Probefahrt sollte der Motor übrigens immer kalt sein, denn nur dann können Sie entdecken, ob das Auto auch in diesem Zustand direkt anspringt (Kaltstartverhalten) und ob die Steuerkette defekt ist. Ist sie defekt, hören Sie klackende oder rasselnde Geräusche im Motorraum.

5. Lassen Sie sich das Scheckheft zeigen

Ein vertrauenswürdiger und guter Händler kann stets ein lückenlos gepflegtes Scheckheft vorlegen und beweisen, dass das Auto regelmäßig gewartet wurde. Stimmt etwas nicht oder erscheint Ihnen etwas komisch, fragen Sie direkt nach. An der Reaktion des Händlers können Sie einschätzen, ob Ihre Bedenken berechtigt sind.

6. Überprüfen Sie den Fehlerspeicher und den Kilometerstand

Wenn Sie über ein Diagnosegerät oder eine entsprechende App verfügen, können Sie den Fehlerspeicher selbst auslesen und so überprüfen, ob der angegebene Kilometerstand manipuliert wurde. Sollten Sie nicht im Besitz eines solchen Gerätes sein, können Sie hierfür auch bei einer Werkstatt Ihrer Wahl anfragen.

Generell sollte der Gesamtzustand des Autos zum angegebenen Kilometerstand passen. Die Reifen sollten gleichmäßig abgefahren sein und auch die Abnutzung der Sitze, des Lenkrads und der Pedalauflagen sollte einheitlich sein. Falls etwas deutlich neuer erscheint, fragen Sie auch hier beim Händler nach, ob bestimmte Teile ersetzt wurden.

7. Lassen Sie das Auto auf einer Hebebühne checken

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Erst ein Blick unter das Auto offenbart den realen Gesamtzustand des Fahrzeugs. Es empfiehlt sich daher, einen umfangreichen Gebrauchtwagencheck durchführen zu lassen. Dort wird dann überprüft, ob alle Teile intakt sind und das Auto Motoröl oder Wasser verliert. Sie selbst können den Wagen aber auch direkt auf kleinere Unfallschäden überprüfen: Ist eine Stelle neu lackiert, deutet dies auf einen Schaden hin. Mit einem professionellen Lackschichtdicken-Messgerät kann solch ein Verdacht sicher bestätigt werden.

8. Verhandeln Sie

Entdecken Sie vor Ort Mängel, die in der Anzeige zuvor nicht kommuniziert wurden, sollten Sie den Kaufpreis nachverhandeln. Häufig kommt der Händler Ihnen mit dem Preis entgegen oder Sie können sich auf einen anderen Rabatt oder Zusatzleistungen, wie beispielsweise ein zusätzliches Reifen-Set, einigen. Nachfragen lohnt sich also! Vereinbaren Sie solche Zusatzleistungen immer schriftlich im Kaufvertrag. Ist etwas nur mündlich abgesprochen, kann es später leicht zu Streitigkeiten kommen.

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9. Treffen Sie keine überstürzte Entscheidung

Haben Sie Ihr Traumauto gefunden und den Preis schon ausgehandelt? Dann sollten Sie trotzdem eine Nacht darüber schlafen und den Kaufvertrag in Ruhe zu Hause durchgehen, bevor Sie ihn endgültig unterschreiben. So vermeiden Sie Impulsentscheidungen und können alle Bedingungen gründlich überprüfen.

10. Lassen Sie sich nicht unter Zeitdruck setzen

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Lassen Sie sich zu nichts drängen, was Sie vorher nicht gut überdacht haben, und vergleichen Sie sowohl Preise als auch Anbieter lieber etwas detaillierter. Ist der Kauf bereits abgeschlossen und machen sich im Nachhinein doch noch Mängel bemerkbar, können Sie unbesorgt sein: Gewerbliche Gebrauchtwagenhändler sind in den ersten zwei Jahren nach dem Kauf gesetzlich zur Gewährleistung verpflichtet. Entdecken Sie also innerhalb dieses Zeitraums einen Sachmangel, muss der Händler dafür haften. Doch Vorsicht: Private Verkäufer dürfen eine Gewährleistung im Kaufvertrag explizit ausschließen.

So, und nun bleibt uns nur noch, Ihnen zu Ihrem neuen Liebling auf vier Rädern zu gratulieren und Ihnen eine gute und vor allem sichere Fahrt zu wünschen. Aber halt! Bevor Sie nun sorgenfrei über den Asphalt heizen können, sollten Sie sich und Ihren Wagen noch mit der passenden Kfz-Versicherung absichern. Natürlich hätten wir auch da etwas Passendes für Sie in petto:

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