Wann eine Unfallversicherung sinnvoll ist – und was Sie beachten sollten

Unfälle passieren – oft unerwartet, schnell und mitten im Alltag. Ein Sturz beim Wandern, ein Unfall auf dem Spielplatz oder ein Missgeschick im Haushalt kann schwerwiegende Folgen haben. Die gesetzliche Unfallversicherung greift jedoch nur in bestimmten Fällen, etwa bei Arbeits- oder Wegeunfällen. Der Schutz endet dort, wo der Alltag beginnt: in der Freizeit, zu Hause, auf Reisen oder beim Sport. Genau hier setzt die private Unfallversicherung an. Sie bietet finanzielle Sicherheit, wenn ein Unfall das Leben dauerhaft verändert.

Dieser Ratgeber zeigt, für wen eine Unfallversicherung sinnvoll ist, wann sie greift, was sie kostet und welche Leistungen wichtig sind.

Beine einer Person ragen durch ein Loch in der Zimmerdecke, Staub und Trümmer fallen in ein helles Wohnzimmer.

In aller Kürze

  • Eine private Unfallversicherung schützt vor den finanziellen Folgen eines Unfalls – rund um die Uhr, weltweit und auch in der Freizeit.
  • Sie ergänzt die gesetzliche Absicherung, die nur bei Arbeitsunfällen oder auf dem direkten Arbeitsweg greift.
  • Besonders sinnvoll ist sie für Kinder, Rentner, Selbstständige und Menschen mit aktivem Lebensstil.
  • Je nach Tarif werden Invaliditätsleistungen, Unfallrente, Todesfallleistungen oder Reha-Kosten übernommen.

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Wann ist eine Unfallversicherung sinnvoll?

Eine private Unfallversicherung ist immer dann sinnvoll, wenn man sich gegen die finanziellen Risiken absichern möchte, die durch einen Unfall mit dauerhafter gesundheitlicher Beeinträchtigung entstehen. Anders als die gesetzliche Unfallversicherung schützt sie weltweit und rund um die Uhr – ob im Urlaub, beim Sport oder zu Hause.

Besonders empfehlenswert ist sie für Menschen, die nicht oder nur eingeschränkt über die gesetzliche Unfallversicherung abgesichert sind. Dazu zählen:

  • Personen ohne festen Arbeitsplatz oder außerhalb klassischer Arbeitsverhältnisse
  • Familien mit Kindern
  • Senioren im Ruhestand
  • Selbstständige und Freiberufler
  • Freizeitaktive und sportlich Engagierte

Auch für Berufstätige mit hohem Unfallrisiko oder ohne ausreichende Rücklagen kann eine private Absicherung sinnvoll sein.

Tipp: Die private Unfallversicherung der WGV bietet einen optimalen Rundumschutz sowohl im Berufs- als auch im Privatleben.

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  • Weltweiter Schutz, rund um die Uhr – im Beruf, privat und auf Reisen
  • Sofortleistungen bei schweren Verletzungen
  • Kosten für kosmetische Operationen
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Welche Leistungen umfasst die private Unfallversicherung?

Die zentrale Leistung ist die Invaliditätsleistung. Sie wird dann gezahlt, wenn nach einem Unfall eine dauerhafte körperliche oder geistige Einschränkung zurückbleibt. Die Höhe richtet sich nach dem Invaliditätsgrad und der vereinbarten Versicherungssumme.

Weitere wichtige Leistungsbausteine:

  • Progression: Steigerung der Leistung bei höherem Invaliditätsgrad
  • Unfallrente: Monatliche Zahlungen bei dauerhafter Beeinträchtigung
  • Todesfallleistung: Einmalzahlung an Angehörige
  • Krankenhaus-Tagegeld & Genesungsgeld
  • Bergungskosten, Reha-Maßnahmen
  • Kosmetische Operationen
  • Assistance-Leistungen wie Haushaltshilfen oder Kinderbetreuung

Je nach Anbieter und Tarif lassen sich viele Leistungen flexibel kombinieren.

Kinder & Jugendliche

Im Tarif enthalten

Ja

Kein gesetzlicher Schutz in der Freizeit, hohes Unfallrisiko. Tipp: Die Kinder-Unfallversicherung der WGV bietet gezielten Schutz.

Rentner

Im Tarif enthalten

Ja

Gesetzliche Absicherung entfällt mit Renteneintritt. Tipp: Die Unfallvorsorge Aktiv 50 Plus der WGV ist speziell für alle ab 50 Jahren.

Hausfrauen/-männer

Im Tarif enthalten

Ja

Kein Berufsschutz, hohe Unfallgefahr im Haushalt

Selbstständige

Im Tarif enthalten

Ja

Kein Schutz durch gesetzliche Berufsgenossenschaft

Beamte

Nicht im Tarif enthalten

Eingeschränkt

Dienstunfälle abgedeckt, Freizeitrisiko bleibt

Berufstätige

Im Tarif enthalten

Ergänzend

Gesetzlicher Schutz greift nur bei Arbeitsunfällen

Was kostet eine private Unfallversicherung?

Die Beitragshöhe hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Alter und Beruf der versicherten Person
  • Freizeitverhalten (Risikosportarten etc.)
  • Gewünschte Grundsumme und Progression
  • Zusatzleistungen wie Unfallrente oder Todesfallschutz
  • Versicherer und Tarifmodell

Beispiel WGV: Ein sinnvoller Einstieg ist bereits im Basis-Tarif möglich – zum Beispiel mit 100.000 € Grundsumme und 225 % Progression. Wer mehr Sicherheit wünscht, wählt den Optimal-Tarif: Für einen moderaten Aufpreis bietet er eine Sofortleistung bei schweren Verletzungen (10.000 €), ein Gipsgeld von 100 €, deutlich höhere Leistungen bei kosmetischen Operationen (bis 50.000 €) sowie eine erweiterte Deckung bei Such-, Rettungs- und Bergungskosten (bis 75.000 €). Im Vergleich zum Basis-Schutz ist der Leistungsumfang spürbar höher – vor allem bei dauerhaften Folgen eines Unfalls.

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Welche Progression, Grundsumme und Versicherungssumme sind sinnvoll?

  • Grundsumme: Mindestens 100.000 €, idealerweise 150.000 € oder mehr bei höherem Risiko
  • Progression: Ab 225 % ist sinnvoll, 350 % oder 500 % bieten überdurchschnittliche Absicherung bei schwerer Invalidität
  • Unfallrente: Empfehlenswert bei höherem Einkommen oder fehlender Berufsunfähigkeitsversicherung

Was unterscheidet gesetzliche und private Unfallversicherung?

Die gesetzliche Unfallversicherung und die private Unfallversicherung unterscheiden sich vor allem darin, wann und für wen sie Schutz bietet – und welche Leistungen im Ernstfall greifen.

Die gesetzliche Unfallversicherung gilt in erster Linie bei Arbeitsunfällen sowie bei Unfällen auf dem direkten Weg zur oder von der Arbeit (sogenannte Wegeunfälle). Abgesichert sind dabei vor allem Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Auszubildende. Die Beiträge übernimmt in der Regel der Arbeitgeber. Im Leistungsfall stehen vor allem medizinische Behandlung, Rehabilitationsmaßnahmen und – je nach Situation – auch eine Unfallrente im Fokus. Insgesamt sind die Leistungen jedoch weniger flexibel, da vieles gesetzlich festgelegt ist.

Die private Unfallversicherung greift deutlich umfassender: Sie bietet Schutz weltweit und rund um die Uhr (24/7) – also auch in der Freizeit, im Urlaub oder beim Sport. Versichert werden kann grundsätzlich jede Person, zum Beispiel auch Kinder, Rentnerinnen und Rentner oder Selbstständige. Die Beiträge zahlt hier der Versicherungsnehmer bzw. die Versicherungsnehmerin selbst. Im Unterschied zur gesetzlichen Absicherung sind die Leistungen oft frei wählbar: Je nach Tarif sind beispielsweise Kapitalzahlungen, eine Unfallrente und verschiedene Zusatzleistungen möglich.

Unterm Strich gilt: Die private Unfallversicherung kann eine wichtige Ergänzung sein, weil sie eine zentrale Lücke schließt – nämlich den fehlenden Schutz bei Freizeitunfällen, die in der gesetzlichen Unfallversicherung normalerweise nicht abgedeckt sind.

Fahrerschutz oder Unfallversicherung – was schützt besser?

Der Fahrerschutz ist ein Zusatzbaustein in der Kfz-Versicherung. Er schützt Fahrer bei selbst verschuldeten Unfällen, wenn keine andere Versicherung greift. Die Leistungen ähneln denen einer Unfallversicherung, gelten aber nur für Fahrten mit dem versicherten Fahrzeug.

Beim Fahrerschutz besteht der Versicherungsschutz nur im Auto und nur für Fahrten mit dem versicherten Fahrzeug, während die private Unfallversicherung weltweit und rund um die Uhr gilt. Beim Fahrerschutz ist der Fahrzeugführer versichert, in der privaten Unfallversicherung die jeweils versicherte Person. Außerdem ist der Fahrerschutz ein Bestandteil der Kfz-Versicherung, wohingegen die private Unfallversicherung als eigenständiger Vertrag abgeschlossen wird.

Fazit: Der Fahrerschutz kann sinnvoll sein – ersetzt die Unfallversicherung aber nicht.

FAQ: Wichtige Fragen rund um die private Unfallvorsorge

Ist die Unfallversicherung von der Steuer absetzbar?

Grundsätzlich können Beiträge zur privaten Unfallversicherung in der Einkommensteuererklärung als sonstige Vorsorgeaufwendungen geltend gemacht werden. Eine steuerliche Absetzbarkeit ist aber nur im Rahmen der Höchstbeträge möglich.

Wichtig: Wird die Unfallversicherung ausschließlich beruflich genutzt (z. B. für Handwerker, Außendienstler), kann sie unter Umständen als Werbungskosten abgesetzt werden.

Tipp: Im Zweifelsfall Rücksprache mit dem Steuerberater halten.

Für wen lohnt sich eine zusätzliche Absicherung bei Unfällen?

Vor allem für Menschen, die nicht unter den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung fallen – etwa Kinder, Senioren, Hausfrauen und Hausmänner, Selbstständige oder alle mit einem aktiven Lebensstil. Auch Berufstätige, die in der Freizeit auf Sicherheit setzen möchten, profitieren davon.

Welche Police ist besser – Private Pflegeversicherung oder Unfallversicherung?

Beide Versicherungsarten erfüllen unterschiedliche Aufgaben: Die private Pflegeversicherung greift bei dauerhaftem Pflegebedarf – unabhängig vom Auslöser. Eine Unfallabsicherung hingegen hilft, wenn körperliche Schäden durch ein plötzliches Ereignis entstehen. In vielen Fällen ist eine Kombination sinnvoll.

Wie hoch sollte die Versicherungssumme sein?

Experten empfehlen mindestens 100.000 € als Grundsumme. Wer Familie hat, hohe finanzielle Verpflichtungen trägt oder stark auf sein Einkommen angewiesen ist, sollte entsprechend höher absichern – idealerweise das Drei- bis Fünffache des Jahresnettoeinkommens.

In welchen Fällen leistet die private Unfallversicherung?

Sie zahlt bei dauerhaften körperlichen oder geistigen Einschränkungen infolge eines Unfalls – also eines plötzlich von außen auf den Körper einwirkenden Ereignisses. Der Schutz gilt weltweit und unabhängig vom Ort oder der Tageszeit.

Ist eine solche Versicherung auch für Kinder oder Jugendliche geeignet?

Ja – besonders sogar. Kinder sind häufig in der Freizeit unterwegs, bei Sport, Spiel oder im Straßenverkehr. Da sie nicht gesetzlich abgesichert sind, wenn der Unfall außerhalb von Kita oder Schule passiert, ist eine private Lösung empfehlenswert. In der privaten Unfallversicherung kann der Nachwuchs mit abgedeckt sein. Passgenauen Schutz für Kinder und Jugendliche bietet die Kinder-Unfallversicherung der WGV.

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Weitere Quellen:

Verbraucherzentrale – Private Unfallversicherung

Finanztip – Unfallversicherung

Statistisches Bundesamt – Unfallstatistik Deutschland

BAuA – Unfallgefahren im Haushalt

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